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Drohnengefahr für Flughäfen – Immer öfter Drohnen über Flughäfen

Zwischenfälle mit Drohnen in der Nähe von Flughäfen sind ein wiederkehrendes Problem in Deutschland. Für Flugzeuge sind Drohnen eine große Gefahr, da diese aus Metall und Kunststoff bestehen und deshalb bei einer Kollision mit einem Flugzeug schwerere Schäden als ein Vogel verursachen können. Trifft eine Drohen z. B. das Cockpitfenster, kann dies den Piloten die Sicht rauben oder gerät sie in ein Triebwerk, ist dessen Ausfall nicht unwahrscheinlich. Mit Folgen bis hin zum Absturz eines Flugzeuges ist alles möglich.

Ein weiteres Problem ist, dass die Drohnen selbst nicht von Radaren erkannt werden können, so dass due DFS auf Hinweise von Piloten angewiesen ist, um tätig werden zu können. Nach Angaben der DFS wurden bis einschließlich November 2018 152 Fälle gemeldet, die zu Behinderungen des Flugverkehrs geführt haben, da die Drohnen zu nah an den Flughäfen oder Landebahnen auftaucht waren. Im Jahr davor wurden nur ca. 88 Fälle gemeldet, an denen eine Drohne an den oben besagten Stellen gesichtet wurde. Daher haben sich die Regeln über das Steigenlassen von Drohnen seit Oktober 2018 verschärft.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in Stuttgart

Am Stuttgarter Flughafen wurde eine Drohne mehrmals gesichtet und sei dann wieder verschwunden, teilte der Flughafen Chef Chris Woodroofe dem Sender Sky News am Morgen mit. Es soll sich demnach um Ausspähversuche gehandelt haben, die zu einer höheren Sicherheitsvorkehrung am Stuttgarter Flughafen geführt hatten. Nach einer Mitteilung der deutschen Presseagentur (dpa) handelte es sich um einen Einzelfall in Stuttgart. Die Hinweise über angebliche Ausspähversuche durch Drohnen kamen von französischen Sicherheitsbehörden wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhren haben will.

London (Gatwick)

Auch kam es am Flughafen in London (Gatwick) zu starken Flugbeeinträchtigungen. In der Nähe des Flughafens wurden Drohnen beobachtet, weshalb etwa 1000 Flüge und 150.000 Passagiere außerplanmäßig fliegen mussten. Zwei Verdächtige, ein Ehepaar, wurden vorübergehend festgenommen, welche in der Nähe des Flughafens wohnen und auch dort mit ihren Drohnen den Londoner Flughafen Gatwick stillgelegt haben. Der Flughafen Gatwick gehört zu dem siebtgrößten Flughafen in Europa und der zweitgrößte in Großbritannien.

Was bedeutet das für Sie?

Drohnen, welche in der Nähe von Flughäfen gesichtet werden und zu Verspätungen oder gar Flugausfällen führen, werden als höhere Gewalt bewertet, da wie bei randalierenden Fluggästen die Fluggesellschaft kein Verschulden hinsichtlich der Flugverspätung oder Annullierung trifft.

Quelle: Tagesspiegel und Frankfurter Allgemeine Zeitung