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Jetzt ist flybmi an der Reihe!

Die britische Airline flybmi hat am Samstag, den 16.02.2019 Insolvenz angemeldet. Grund dafür waren angestiegene Kerosinpreise und die Hauptursache – der Brexit. Damit ist sie die zweite Airline in diesem Jahr. Anfang Februar hat bereits die Fluggesellschaft Germania die weiße Fahne gehisst.

Die als Flybmi bekannte britische Fluggesellschaft hat ihre Anfänge im Jahr 1987 unter dem Namen Business Air. 2008 wurde sie sogar als pünktlichste Fluggesellschaft Großbritanniens ausgezeichnet – damals noch unter dem Namen bmi regional. Mit 17 Maschinen und 376 flybmi – Mitarbeitern flog sie ganze 25 Städte in Europa, darunter Brüssel, Paris, Hamburg, München und Düsseldorf, an.

Am letzten Samstag hat sich alles geändert. Die Fluggesellschaft flybmi ist in Insolvenz gegangen. Wenn man die angestiegenen Kerosinpreise als Grund beiseite schiebt, sticht eines hervor – der Ausstieg Englands aus der Europäischen Union. Die Ungewissheit, was die Zukunft für das Unternehmen mit sich bringt; die Verträge, um die Flughäfen anfliegen zu können, die von etlichen europäischen Flughäfen versagt wurden und die Unsicherheit, die dadurch entstanden ist – all das waren Gründe, die flybmi unter dem CEO Peter Simpson dazu veranlasst haben diese Entscheidung zu fällen.

Obwohl in den vergangenen Jahren etwa 40 Millionen Pfund (entsprechen ca. 46 Millionen Euro) seitens der Anteilseigner investiert wurde, wurde von weiteren Investitionen abgesehen.

Was müssen Sie als betroffener Kunde nun tun?

Flybmi schreibt auf seiner Website, dass nun ALLE FLÜGE von und nach Großbritannien abgesagt wurden. Weiterhin informiert flybmi über seine Website, dass die Betroffenen einen Alternativflug mit einer anderen Fluggesellschaft buchen müssten, denn flybmi sei nicht mehr in der Lage Alternativflüge für seine Kunden zu arrangieren oder diese umzubuchen. Wenn Sie als betroffener flybmi-Kunde über einen sogenannten Code-Share-Partner gebucht haben (Lufthansa, Brussels Airlines, Turkish Airlines, Loganair, Air France oder Air Dolomiti) oder aber über ein Reisebüro, so werden Sie als betroffener Kunde gebeten sich an den zuständigen Code-Share-Partner oder an Ihr Reisebüro zu wenden.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, falls Sie Ihren Flug direkt bei flybmi gebucht haben, so erhalten Sie die Ticketpreise für die gebuchten Flüge nicht mehr zurückerstattet.

Fluggäste, die im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, können sich zumindest an ihren Reiseveranstalter wenden und erhalten eine Ersatzbeförderung. In diesem Fall müssen die Fluggäste mit Änderungen der Flugzeiten rechnen, aber auch die Abflugsorte können sich in einigen Fällen ändern. Das vom Fluggast bezahlte Geld ist bei einer Pauschalreise nicht weg, da bei einer Pauschalreise das Insolvenzrisiko vom Reiseveranstalter getragen wird und nicht vom Fluggast selbst. Das bedeutet, der gebuchte Urlaub wird nicht ausfallen, sondern der zuständige Reiseveranstalter wird einfach durch die Insolvenz der flybmi umplanen müssen.

Quelle: Focus Online, aerotelegraph und flybmi